Name: Tides Of Time

Songlist:
1. Tomorrow
2. Beating Of Your Heart
3. Bring You Back
4. Heart To Heart
5. All I Want
6. Dream On
7. I Ran To You
8. Sao Vicente
9. Dont Cry Now
10. Two Hearts On Fire
11. Triangle
12. I Ran To You (Reprise) (Instrumental)

Produced by: Marino Carlini, Steven Hänisch, Dietrich Pinhammer

Recorded: Pinhammer Studio, Einbeckhausen
4. Jan. 2001 - 5. Feb. 2003

Arranged by: Marino Carlini, Steven Hänisch, Dietrich Pinhammer

Mixed by: Marino Carlini, Steven Hänisch, Dietrich Pinhammer

Mastered by: Volkmar Ebell

Artwork: Steven Hänisch, Stefan Fehrle

Fotos: Steven Hänisch, Nelli Kelm

Release: 22. Feb. 2003

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Making of ...
"Tomorrow"
"Bring You Back"
"Sao Vincente"

Liner Notes by Marino:
Tomorrow

(Marino Carlini / Steven Hänisch)
“Wir nahmen diesen Song am ersten Studiotag, den 4. Januar 2001, als erstes in Angriff und wie es das Schicksal wollte, arbeiteten wir auch am 11. September 2001 gerade an diesem Song. Die Geschehnisse in New York wurden von uns natürlich während der Arbeit am Fernseher verfolgt. Wir entschieden uns spontan dafür, einige Augenzeugenberichte als Audiokommentar hinten in den Song einzubauen. Der Song sagt exakt das aus, was wir damals wohl alle gefühlt haben: Wir lassen uns nicht unterkriegen, werden weiter machen und denken an morgen. Dieser Song ist für mich unauslöschlich mit der Twin-Towers-Tragödie verbunden.“

Beating Of Your Heart
(Steven Hänisch)
"Beating of your heart" ist uns besonders gut gelungen, wie ich finde. Deshalb haben wir ihn auch ganz weit nach vorn auf das Album gelegt. Eine Info zu meinem Gesang: Ich hatte den ersten Pilotgesang für die Aufnahmen so richtig verhunzt. Lag so weit vor dem Beat, dass wir uns entschlossen, mitten in der Produktion des Songs einen neuen Pilotgesang aufzunehmen, weil man wirklich nicht mehr dazu einspielen konnte. Ich habe bewusst in dem dann flugs eingesungenen Take sehr weit "hinten" gelegen. Zu meiner Überraschung gefiel uns das Ergebnis so gut, dass wir es schließlich unverändert auf der fertigen Version beließen.“

Bring You Back
(Steven Hänisch)
“Vielleicht halte ich "Bring you back" für den besten Song, den Steven je geschreiben hat. Er verursacht bei mir jetzt noch, nach dem 500. Mal hören, eine Gänsehaut. Die Hookline ist einfach perfekt. Schön, dass wie den Song so sparsam instrumentiert haben. Nachdem wir ihn eine Zeit lang nicht gehört hatten, waren wir selbst überrascht von den Background-Gesängen. Wohl deshalb haben wir am Schluss noch einen A-capella-Part eingefügt. Besonders angetan haben es mir übrigens die Holzbläser am Ende. Ich finde es hat etwas von "Penny Lane".“

Heart To Heart
(Steven Hänisch)
“Die Geschichte spiegelt sehr schön die bohemische Ader Stevies wider. Er, als leidenden Künstler, der aus der Ferne aus Verehrung zu einer Schönen einen Song über sie schreibt. Wir haben "Heart to heart" schon im letzten Live-Programm gehabt. Mir gefällt er jetzt noch besser als in der Unplugged-Version damals. Besonders das Ende des Songs halte ich für sehr gelungen.“

All I Want (Album Version)
(Steven Hänisch)
“Dieser Song ist wohl das Aushängeschild der Band Carlini. Er ist seit den ersten Anfängen der Zusammenarbeit zwischen Steven und mir Ende 1994 ein ständiger Begleiter. Und wie ich feststellen muss, wird der Song immer besser. Die Albumversion mit der fantastischen Schlagzeugarbeit von Michael Wolpers ist meine Lieblingsversion von "All I want". Mal sehen wie lange. Ich vermute, es ist nicht das letzte Mal, dass wir ihn aufgenommen haben.“

Dream On
(Marino Carlini)
“Der Song ist inhaltlich das Gegenteil von "Tomorrow". Während "Tomorrow" davon spricht, sich der Zukunft zu stellen und Verantwortung zu zeigen, schließt "Dream on" mit der Welt und seiner mitunter traurigen Gegenwart ab. "Lasst mich schlafen und weckt mich bloß nicht" – nicht unbedingt meine Ansicht, aber in resignierender Stimmung denkt man schon mal daran. Ein passendes Police-Zitat ist mir spontan bei der Aufnahme der Ad-lips eingefallen: Im Fade hört man die Textzeile "When the world is running down, you make the best of what's still around".“

I Ran To You
(Marino Carlini)
“Den Song schrieb ich am 28. Juli 1999 in etwa 20 Minuten.  Es war ein Song für meine damalige Freundin, die an diesem Tag Geburtstag hatte. Zur damaligen Zeit wäre ich mit ihr bis ans Ende der Welt gegangen. Nichts anderes sagt der Song aus. Ich mag an dem Song, dass er nicht wie unseren üblichen Songs strukturiert ist. Er beginnt mit dem Refrain und hat nur eine Strophe. Es ist eher ein Fragment, als ein kompletter Song. Aber man kann in zweieinhalb Minuten eben auch mal alles gesagt haben.“

Sao Vicente
(Dietrich Pinhammer)
“Ich liebte "Sao Vicente" schon beim ersten Hören. Wir nahmen den Song noch kurz vor Beginn der Aufnahmen mit auf das Album. Dietrich hatte erst die erste Strophe des Songs fertig. Es dauerte ein geschlagenes Jahr, bis er sich die zweite Strophe aus dem Gedächtnis kramte. Bei der Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass es mein Lieblingstext auf dem Album ist. Sehr poetisch, sehr gut zu singen.“

Don‘t Cry Now
(Dietrich Pinhammer)
“Dietrich unterschätzt sich auf dem kompositorischen Sektor leider immer. Man muss ihn förmlich dazu drängen, seine Songs aufzunehmen. Gerade "Don't cry now", den wir schon lange im Live-Repertoire haben, ist eine sehr schöne Klavierballade, die ich gern singe. Abgesehen vom C-Teil, entspricht sie eigentlich überhaupt nicht meiner eigentlichen Stimmlage. Aber für diesen Song "quäle" ich mich gern.“

Two Hearts On Fire
(Chris U. Schulz / Marino Carlini)
“Ich glaube, den Song singe ich noch, wenn ich im Grab liegen werde. Seit 15 (!) Jahren trage ich ihn von einer in die nächste Band weiter. Ursprünglich war es ein Rocksong, der bei Carlini zu einer Ballade wurde. Hm, mal sehen, was der Song in Zukunft noch so alles mit seinen Bands anstellt.“

Triangle
(Steven Hänisch)
“Ich halte den Song für unser Meisterwerk. Ursprünglich sollte er – als das Album noch als Gallerie mit einzelnen Songfragmenten geplant war – nur kurz eingeblendet werden, da der ganze Song tatsächlich nur auf einem Ton basiert. Doch als wir ihn uns "vornahmen", standen wir wohl unter besonderem psychedelischen Einfluss des Yogi-Tees, den wir zu jeder (!) Session tranken. "Traingle" sollte man mit Räucherstäbchen und bewusstseinsverändernden Substanzen genießen. Aber natürlich raten wir aus gesundheitlichen Gründen dringend davon ab! "Triangle" erinnert mich stark an "Tomorrow never knows" von den Beatles.“

Ran To You (Reprise)
(Marino Carlini)
“Wir wussten schon vor Produktionsbeginn, dass wir einen intrumentalen Reprise des Songs aufnehmen werden. Stevie hat eine fantastische Gitarre dazu eingespielt. Eine gelungene Ergänzung zum eigentlichen Song.“

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